Josefine James erzählt eine Dreiecks-Geschichte der besonderen Art über drei sympathische Frauen, die alle miteinander verbunden sind (nur eine Verbindung davon ist romantischer Art).
Der zweite Teil der Dilogie übertrifft bis zur Hälfte des Buches den ersten Teil, leidet aber gegen Ende etwas unter dem Trennungsschmerz des Autors, dem es offensichtlich etwas schwerfiel, seine Figuren sich selbst zu überlassen. Das ist nicht verwunderlich. Mit Falk und Jake sind ihm zwei komplexe, tiefschichtig angelegte und lebhafte Figuren gelungen, die über die Dilogie hinweg eine starke Entwicklung durchmachen.
Tara Wolfzahn gelingt eine zarte und sensible Erzählung über eine schmerzhafte Reise einer trans Frau in die Vergangenheit mit ihrer Partnerin, inkl. Hund und Strandspaziergang.
Der dritte und (vorerst!) letzter Teil der Boston Heated Hearts um Bi-Figuren in einem Eishockey-Team widmet sich dem sympathischen straight passing Paar Ellie & Keijo.
Katharina Licht gelingt es, das perfekte Gleichgewicht zwischen einer cozy-romantischen Sommer-Romance und einem Entwicklunsroman mit Mental Health Thematik zu finden und hat neben zwei sympathischen Hauptprotas noch eine Reihe gelungener Nebenfiguren, die einen überzeugenden diversen Cast bilden.
Düsteres Märchen mit Forbidden Love Trope und queerer Repräsentation, aber ohne, dass die Queerness der Grund für die verbotene Liebe ist. Gleichzeitig ist Maja Köllinger eine Fantasy über eine berührende Freundschaft und eine komplizierte Vater-Tochter-Beziehung gelungen, deren Word Building gelungen ist.
Für Jake ist das Leben ein riesiger Spaß, für Falk ein nie endender Kampf. Jake nimmt nichts wirklich ernst, auch nicht der Sex, Freundschaften und selbst das Training mit der Krav Maga Gruppe, inkl. seinem Co-Trainer Falk nicht. Für Falk ist jedoch nicht nur die Rivalität zu Jake ein Kampf, sondern sein Leben besteht aus Überleben. Als die beiden sich näher kommen, prallen unterschiedliche Lebenswelten aufeinander.
Beeindruckendes Debüt, das weit über eine queere Romance geht, und Themen wie Identifikation, schwierige Familienkonstellationen und Selbstfindung inkludiert.
Das beste Buch der Trilogie, dass sich ab der Hälfte nochmal selbst schlägt und in einem fulminanten Finale mündet und damit eine ganz besondere Trilogie beendet.
Maeve gelingt eindrucksvoll das Spagat zwischen kinky Spice und gefühlvoller Romance mit Tiefgang. Im Buch enthalten sind außerdem Mental Health Thematiken und Thematisierung von Migräneerkrankung.